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1. Aufzucht der Nestlinge Einige Angaben zur physischen Entwicklung der Nestlinge: Am 18.6.1965 fand ich in einem Nest, das am Vortag bei einem Gewittersturm abgestürzt war, tote Nestlinge. Es handelte sich um fünf Junge, bei denen eine merklich unterschiedliche körperliche Entwicklung zu konstatieren war. Während zwei Junge etwa 8 Tage und zwei weitere etwa 7 Tage alt waren, wies einer der Nestlinge nur ein Alter von etwa 4 Tagen auf. Im Jahre 1964 stellte ich bei einem Nest fest, dass das Ausfliegen der Jungen innerhalb von zwei Tagen vonstatten ging. Auch dies kann als ein Hinweis auf Unterschiede in der physischen Entwicklung der Jungvögel gewertet werden. Vermutlich tritt dieses Phänomen bei der Art nicht gerade selten auf. Es läßt auf einen Bebrütungsbeginn noch vor Vollzähligkeit des Geleges schließen. In diesem speziellen Fall dürften außerdem die beiden letzten Eier des Geleges in einem mehr als 1-tägigen Abstand gelegt worden sein.
In der folgenden Tabelle sind Einzelheiten zu den fünf toten Nestlingen mitgeteilt (s. dazu auch die vier Fotos darunter). Sämtliche Junge besaßen einen hell bräunlich-gelben Schnabel mit breiten gelben Wülsten. Die Farbe des Sperrachens war orange. Die Haut sah rosa-fleischfarben aus. Die Zehennägel waren dunkel.
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Alter (ca. Tage)
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Körpergröße/ Augen/ Aussehen allgemein
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Hand-/ Armschwingen/ große Flügeldecken
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Steuerfedern
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Federfluren Rücken, Seiten und Schenkel
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4 (1 Expl.)
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deutlich kleiner; Augen geschlossen; noch ziemlich nackt
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Federkeime sichtbar
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Federkeime sichtbar
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Federkeime sichtbar
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(6 -) 7 (2 Expl.)
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Augen noch fast geschlossen; nicht mehr so nackt erscheinend
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Federkiele länger als 2 mm, platzend (Fahnen gerade sichtbar)
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wie Schwingen; jedoch viel kürzer
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deutlich entwickelt (leicht “stachelig” aussehend)
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8 (2 Expl.)
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Augen spaltförmig geöffnet
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Federkiele weiter gewachsen; Fahnen etwa 1 mm
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Kiele etwa 1 mm, platzend
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spätere Gefiederfarben schwach erkennbar; Kopf kurz “stachelig”
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Verhalten der Alt- und Jungvögel während der Nestlingsperiode: Die Nestlingsdauer dürfte in den meisten Fällen bei etwa 20 Tagen gelegen haben. In einigen Fällen könnte dieser Zeitraum (bei ungünstiger Witterung) überschritten worden (N.zeit bis 25 Tage), in einem Fall auch kürzer gewesen sein (N.zeit 19 Tage). Wie zur Zeit der Bebrütung verhält sich der fütternde Altvogel während der gesamten Aufzuchtzeit außerordentlich unauffällig und sehr still. Nur bei zu großer Annäherung, z.B. eines Menschen (Beobachter) an das Nest wird wiederholt mit kurzem „zi“ (auch „tü“) oder etwas gedehntem „zih“ gewarnt und das Nest nur zögernd und „auf Umwegen“ angeflogen. Bei Unterschreitung von 10 m Abstand vom Nest werden die Fütterungen während der Störung ganz eingestellt. Der Altvogel verhält sich dabei sehr unruhig, warnt, zuckt nervös mit dem Schwanz und schlüpft rastlos durch das Gezweig. Hudern und Fütterung der Nestlinge übernimmt jeweils nur ein Altvogel, fast immer das Weibchen, vereinzelt auch das Männchen (in den Fällen, bei denen das Männchen auch die Bebrütung übernommen hatte). Als Ausnahme wurde an einem vom Weibchen betreuten Gesperre ein “Mitfüttern” des Männchens beobachtet, allerdings wohl nur kurzzeitig. Auch während der Aufzuchtzeit unternehmen die meisten Männchen gelegentliche Besuche am Nest. Sie schauen sogar neugierig in die Brutröhre; doch werden sie in der Regel vom fütternden Weibchen vertrieben. Es hat den Anschein, als häuften sich die Männchen-Besuche g egen Ende der Nestlingszeit.
Einmalig ist die folgende Beobachtung: Am 28.7.1994 konstatierte ich den mehrere Minuten dauernden Besuch des Männchens, das sich in Begleitung von 4 - 5 Jungen (offenbar der ersten Brut) befand, am Nest, in welchem etwa 17 Tage alte Nestlinge (der zweiten Brut) vom Weibchen gefüttert wurden, die kurz vor dem Ausfliegen standen. Die inzwischen erwachsenen (vor 7 Wochen ausgeflogenen) Jungen kletterten eine Weile zu zweit und zu dritt, vom Weibchen unbehelligt, neugierig außen am Nest herum, bevor sich die Gruppe wieder entfernte. Möglicherweise fand nach dem Ausfliegen der zweiten Brut eine Vereinigung der gesamten „Familie“ statt. Auf nebenstehender Computergrafik habe ich den possierlichen Vorgang des Besuches nachgestaltet. (Ein Fotoapparat war gerade nicht zur Hand).
Auch von den mit Jungen besetzten Nestern wird mitunter Nistmaterial „gestohlen“. Meist werden Fasern von der Spindel abgewickelt. Ob es sich bei dem „Täter“ jeweils um das eigene oder um ein fremdes Männchen handelte, konnte oft nicht mit Sicherheit geklärt werden. Vermutlich kommt von Fall zu Fall sowohl die eine, als auch die andere Möglichkeit in Betracht. Etwa bis zum 9./10. Tag nach dem Schlüpfen der Jungen, bei schlechtem Wetter auch noch bis zum 14. Tag, wird im Inneren des Nestes gefüttert, d.h., dass der Altvogel bei der Fütterung vollständig im Nest verschwindet. Ab 4. Tag bleibt dabei manchmal die Schwanzspitze sichtbar. Nach erfolgter Fütterung dreht sich der Altvogel in der Regel im Nest herum und verlässt mit dem Kopf voran die Röhre. Mit Größerwerden der Jungen wird zunehmend mehr oder weniger von außen her gefüttert: Etwa ab 11. Tag schlüpft der Altvogel meist nur zur Hälfte ein. Etwa ab 14./15.. Tag wird von außen, am Röhreneingang hängend, in der Weise gefüttert, dass zuerst noch Kopf und Schultern, später nur noch der Kopf in die Röhre gesteckt wird. Etwa ab dem 17. Tag wird ganz von außen gefüttert. Mehr oder weniger regelmäßig wird bis zum 12. Tag gehudert, bei kühlem Wetter etwa bis zum 16./17. Tag. Die Dauer des Huderns, das jeweils im Anschluss an die Fütterung erfolgt, beträgt 1 – 8 min, gelegentlich auch mehr als 10 min. Die relativ kurzen Huderzeiten werden durch die gute Wärmeisolation des Nestes und seine geschlossene Bauweise ermöglicht. Im Alter von etwa 13/ 14 Tagen beginnen die Nestlinge, zur Röhre empor zu klettern und sich zunächst in deren Hintergrund, sodann aber zeitweilig (zuerst nur bei gutem Wetter) auch direkt in der Röhre aufzuhalten und gelegentlich neugierig ihren Kopf heraus zu strecken. Etwa mit 15 Tagen koten sie ins Freie. In die Röhre „passen“ jeweils zwei nebeneinander sitzende Junge. Gelegentlich zeigt sich im Hintergrund ein dritter Nestling. Im Alter von 17 Tagen sind die Jungen voll befiedert, der graue Kopf trägt einen dunklen Schnabel mit gelben Wülsten. Während der Fütterungsintervalle sieht man gelegentlich, wie ein Junges müde seinen Kopf auf die Unterlage legt, wie es hungrig sperrt oder wie sich ein Junges von unten flügelschlagend nach oben in die erste Reihe drängt, derweil ein anderes nach unten verschwindet. Der Altvogel füttert gelegentlich auch die tiefer sitzenden Nestlinge; die in der Röhre befindlichen müssen dann Platz machen. Stößt der Altvogel beim Nahen eines “Feindes” Warnrufe aus, ziehen sich die Jungen sofort zurück und verschwinden in der Tiefe des Nestes. Bei großer Hitze beobachtete ich, wie sich zwei Junge weit aus der Röhre hervorwagten, um sich - zwecks Abkühlung - vom Wind das Kopfgefieder von hinten “hochblasen” zu lassen (Foto s. u.). Erste - noch sehr leise - stimmliche Aktivitäten der Nestlinge sind etwa ab dem 4. Lebenstag festzustellen. Im Alter von 6 - 7 Tagen werden die Rufe etwas lauter und sind in Nestnähe deutlich wahrnehmbar. Besonders während einer Fütterung schwillt die Lautstärke merklich an. Ab etwa dem 9. Tag kann man die Rufe bereits aus 20 m Entfernung hören. Die Rufreihen lassen sich als „Zirren“ beschreiben, etwa wie „zizizizi...“. Ältere Junge bringen auch leise Einzelrufe, wie „zü“, „zi“ oder gedehnt „sih“ (etwa vergleichbar dem Ruf der Altvögel, nur leiser). Wenige Tage vor dem Ausfliegen hört man zwischen den Fütterungen Rufreihen in relativ langsamer Folge, die sich wie „se se se se...“ anhören (gedehnt), gelegentlich auch “scharfe” Einzelrufe wie “tzieht”. Ältere Nestlinge verhalten sich zeitweise recht still. Die Einflugröhre des Nestes wird häufig durch mechanische Belastung infolge der vielen Fütterungen etwas geweitet, quer- oval verformt oder herabgebogen. An manchen Nestern mit dick „gepolsterter“ Röhre bildet sich unten eine Art Wulst. Diese Verformungen zeigen sich etwa ab 12./ 15. Tag. 1998 fand ich ein mit Jungen besetztes Nest, dessen Röhre stark beschädigt und geschlossen war. Ungeachtet dessen ging der Fütterungsbetrieb durch eine neue Öffnung weiter, die vermutlich vom Weibchen seitlich neben der Röhre angelegt worden war. Ein anderes Nest, das von Anfang an ohne Wicklung gebaut worden war, rutschte durch das zunehmende Gewicht der Nestlinge ein wenig nach unten ab und hing beim Ausfliegen nur noch an einem eingebauten Gabelzweig. Das Eintragen von Nistmaterial hört in der Regel mit dem Schlüpfen der Jungen auf; doch in einem Fall (in dem das Männchen die Brutpflege übernommen hatte) stellte ich es noch bis etwa 5 Tage danach fest, in einem zweiten Fall bis zu 7 Tagen nach dem Schlüpfen (Weibchen). Die den Jungvögeln abgenommenen weißen Kotbällchen werden in der Regel immer fortgetragen und in einiger Entfernung (bis zu 100 m) vom Nest fallengelassen. Am 7. Lebenstag wurde bei 9 Fütterungen zweimal, am 16. Lebenstag bei 13 Fütterungen dreimal und am 17. Lebenstag bei 12 Fütterungen viermal Kot abgenommen. Nach einer Fütterung wartet der Altvogel jeweils eine kurze Zeit auf die Darmentleerung eines Nestlings, der sich dabei rasch umdreht. Das geschieht im allgemeinen so bis zum Ausfliegen, sodass das Nestinnere weitgehend sauber bleibt. Doch einige Tage vor dem Ausfliegen (etwa ab 15. Tag) entleeren sich die Jungen, nach vorherigem Umdrehen, auch selbstständig nach draußen, wobei ihre Kotbällchen manchmal am Rand der Röhre hängenbleiben. Bei manchen Nestern, aus denen Junge ausgeflogen sind, finden sich auch Kotreste im Inneren der Röhre. Ob Junge in einem Nest aufgezogen wurden, erkennt man u. a. daran, dass die Blätter von Bäumen, Sträuchern und des Krautwuchses unter der Niststätte mehr oder weniger von weißen Kotspritzern „bekleckert“ sind. Allerdings gibt es hier von Nest zu Nest gewisse Unterschiede betreffs der Sauberkeit „vor der Haustür“. Vermutlich nehmen es einige Altvögel gegen Ende der Nestlingszeit nicht so genau mit dem Abnehmen des Kotes. Abgesehen von der Röhre, bleibt das Nestinnere dagegen fast immer frei von Kotresten. Die Futtersuche erfolgt vorwiegend bis zu einer Entfernung von etwa 30 m, teilweise auch bis zu etwa 100/ 200 m vom Nest, manchmal auch in Nestnähe - sogar im Nistbaum - , wobei die Richtung der Suchflüge gelegentlich gewechselt wird. Das Futter für die Jungen, meist kleine gelblich grüne Raupen, weiße Gespinste (Kokons mit jungen Spinnen), sowie Blattläuse, wird im Schnabel herbei geschafft und auf Bäumen und Sträuchern (oft von den Blättern der Grauweiden, auch von blühendem Weißdorn), sowie im Schilf oder Riedgras gesucht. Der Altvogel bewegt sich dabei emsig suchend und ablesend durch dichtes Zweigwerk und Schilfhalme. Meist verschwindet er dabei ganz im dichten Grün. Danach wird das Nest zur Fütterung eilig, meist in gerader Linie angeflogen. Einige Tage nach Verlassen des Nestes scheinen auch Schilfsamen verfüttert zu werden. Die Fütterungsintensität ist während der ersten beiden Tage nach dem Schlüpfen gering (bis zu 12 Fütterungen/ h). An den folgenden drei Tagen ist ein Anstieg der Intensität festzustellen (bis zu etwa 25 Fütterungen/ h), bis am 6. Lebenstag der Jungen etwa der Normalwert erreicht ist (maximal bis zu 55 Fütterungen/ h, jedoch mit starken Schwankungen, die wohl witterungsbedingt und auch vom Nahrungsangebot abhängig sind; durchschnittlich etwa 30 Fütterungen/ h vormittags und mittags). Auch wenn sich der fütternde Altvogel gestört fühlt, sinkt die Fütterungsfreqenz. Dauer einer Fütterung (ohne Hudern) am 5./ 6. Lebenstag 15 - 30 sec., später deutlich kürzer. Dauer der Futtersuche 0,5 bis 6 min, durchschnittlich etwa 2 min. Etwa ab dem 17. Tag versucht der Altvogel, beim Abfliegen nach erfolgter Fütterung, die Jungen durch Abgabe leiser Lockrufe (“tütütü...” bzw. “düdüdü...”) zum Verlassen des Nestes zu animieren. Doch zunächst bleibt dies ohne Erfolg. Bei manchen Nestern fällt auf, dass sich das (zugehörige?) Männchen etwa 2 Tage vor dem Ausfliegen der Jungen relativ oft rufend in Nestnähe zeigt, sich jedoch nicht an den Fütterungen beteiligt.
Eine Übersicht bietet die nachfolgende Tabelle (vom 1. - 20. Lebenstag der Nestlinge), die ausschließlich auf eigenen Beobachtungen beruht.
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Tabelle über das Verhalten des fütternden Altvogels und der Nestlinge
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20.
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juv.agil (Nest- erschütterg.
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juv. im Röhrenhintergrund erscheinend; auffallend sind die gelben Schnabelwülste
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2 (-3) juv. sitzen in der Röhre, herausschauend, befiedert. Auf Warnrufe des Altvogels hin rutschen die Jungen in´s Nest zurück
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sehr leise Rufe (“zizizi”) nur unter dem Nest hörbar
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juv.-Rufe deutlich hörbar, bes. bei Fütterung
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lautes “Zirren” (“zizizi...”) aus 20 m Entfernung hörbar
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neben dem “Zirren” nach der Fütt. Einzelrufe: “zü”, ”zi” “sih”, , oftmals gedehnt “se se se” 19./20. Tag auch scharf “tziht””
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mehr oder weniger regelmäßiges Hudern nach den Fütterungen; Dauer 1 - 8 min, gelegentlich auch > 10 min; Anzahl: z.B. am 2. Tag nach jeder Fütt. oder 7x / 9 Fütt.; am 5. Tag z.B. nur noch 6x / 19 Fütt.
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gelegentliches Hudern bei kühler Witterung; Dauer 30 sec. bis 6 min Anzahl: z. B. am 13. Tag 2x/ 20 Fütterungen
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kein Hudern
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Altvogel verschwindet bei Fütterungen ganz im Nest; ab 4. Tag bleibt manchmal die Schwanzspitze sichtbar.
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Altvogel verschwindet “halb” bei Fütt. doch bei Kühle noch ganz einschl., bei gutem Wetter z.T. bereits von außen fütternd.
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Altvogel steckt bei Fütterung Kopf und Schultern in die Röhre, später nur noch den Kopf; nur noch zum Hudern einschlüpfend.
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Altvogel stets von außen fütternd.
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bis zu 12 F/h
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19 - 25 Fütt./ h (in einem Fall evtl. mehr)
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Fütterungsfrequenz sehr unterschiedlich, da von versch. Faktoren abhängig; maximal bis 55 Fütterungen/ h (teilweise mehr??) durchschnittlich etwa 30 Fütterungen/ h (vormittags und mittags); Skala reicht von 8 - 55 (60 ??) Fütterungen/ h; am Tag des Ausfliegens am Nest mitunter stark absinkend, z.T. deswegen, weil einige Junge das Nest bereits verlassen haben.
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Dauer einer Fütt.: 15 - 30 sec.
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Dauer einer Fütterung: meist < 10 sec.
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Dauer einer Futtersuche: 0,5 - 6 min; durchschnittlich ca. 2 min
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(Beob. der Kotabnahme sind Stichproben)
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Kotabnahme durch den ad.: 2 x bei 9 Fütt.
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Kotabn.: 1x bei 6 Fütt.
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Kotabn 3x bei 13 Fütt.
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Kotabn 4x bei 12 Fütt.
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Kotabn. erfolgt weiterhin
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teilweise koten die juv. aus der Röhre ins Freie
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Fütternder Altvogel verhält sich sehr unauffällig; selten kurze Rufe (“zi”, “tü”).
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Altvogel oft warnend (“zih”)
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Altvogel lockt oft beim Abfliegen vom Nest mit “tütütü...”-Rufen
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Zum Foto: Gegen Ende der Nestlingszeit wagen sich die Jungen oft mit halbem Oberkörper aus der Neströhre heraus, verschwinden dann abwechselnd wieder nach rückwärts und geben so den Weg für einen anderen Jungvogel frei. Auf diese Weise verschaffen sich alle (außer dem “Nesthäkchen”?) ein Bild vom Umfeld des Nestes und prägen sich vermutlich schon den Weg für ihren ersten Flug ein, bevor sie diesen tatsächlich wagen. Oftmals befindet sich ein “Nesthäkchen” unter den Geschwistern, welches als Letztes das Nest verlässt. Vorher schaut es wiederholt aus dem Nest, hört die Stimmen seiner Geschwister in der Nähe, kann sich aber nicht überwinden und zieht sich wieder zurück. Der Altvogel stimuliert es ab und zu mit Rufen (“tütütü...”), fliegt mit Futter ans Nest und gleich wieder damit ab, füttert es schließlich doch, weil das Locken erfolglos war. Doch das Häkchen muss längere Wartezeiten in Kauf nehmen, da ja auch die bereits ausgeflogenen Jungen versorgt werden müssen. Einmal sah ich, wie ein soeben ausgeflogener Jungvogel bei kühlem Schauerwetter gleich wieder in´s schützende Nest zurückkehrte.
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Verlassen des Nestes und Führung der ausgeflogenen Jungen: Ausfliegen: In der Regel verlassen die Jungen alle an einem Tag das Nest (wohl immer im Laufe des Vormittags), nur bei einem Nest erfolgte das Ausfliegen an zwei aufeinander folgenden Tagen, jeweils morgens. Beim Ausfliegen sind die Steuerfedern noch kurz; erst etwa 7 Tage danach haben sie die volle Länge erreicht. Zunächst sind die Jungvögel wenig flugfreudig. Sie sitzen träge, öfters ihr Gefieder pflegend, im Nistbaum oder in dessen Nähe (10 - 15 m), oft hoch in einer Baumkrone und melden sich durch leise „eintönige“ Rufe („zü“). Sie werden von jeweils einem Altvogel gefüttert und geführt, demjenigen, der auch die gesamte Brutpflege übernommen hatte. In der Regel ist dies das Weibchen. Verhalten nach dem Verlassen des Nestes: Die Familie entfernt sich allmählich vom Nest, hält sich aber immer noch mindestens eine Woche lang im Umkreis der Brutstätte auf. Am Tag nach dem Ausfliegen ist sie meist noch in etwa 50 (- 100) m Entfernung, nach zwei Tagen gelegentlich bereits in mehr als 100 m Entfernung anzutreffen, wobei die Jungen schon kurze Strecken fliegend dem lockenden Altvogel folgen. Ein Übernachten der Familie im Nest wurde von einigen Autoren bis zu 14 Tage nach dem Ausfliegen konstatiert. Man sollte also das Nest nicht zu früh abnehmen, am besten man unterlässt dies gänzlich! In den ersten Tagen halten sich die Jungen, oft zu zweit dicht beisammen sitzend, vorwiegend in den Kronen höherer Bäume des Uferbewuchses auf, in deren dichtem Laubwerk sie schwer zu entdecken sind. Später verschwinden sie zusammen mit den Altvögeln im Schilf und verraten ihre Anwesenheit nur durch die zeitweise ausgestoßenen „Ziih“-Rufe. Auch eigenartig scharfe “Tziht”-Rufe sind zu hören. Nur gelegentlich erscheinen sie zum Sonnenbaden am Rande des Schilfs; dabei sitzen sie manchmal alle gemeinsam auf einem schrägstehenden Schilfhalm. Offensichtlich bleiben die „Familien“ noch mehrere Wochen nach dem Ausfliegen an ihren Brutgewässern. 1964 war ein loses Zusammenhalten zwischen den (inzwischen erwachsenen und selbstständig Futter suchenden) Jungvögeln (und auch Altvögeln) mindestens bis zum 19. Juli feststellbar, d.h. noch 5 Wochen nach ihrem Ausfliegen. 1994 war das auch noch nach 7 Wochen der Fall (28.7.). Dies scheint sich sogar bis weit in den Monat August hinein fortzusetzen. Es kann vermutet werden, dass die „Familien“ auch noch während des Herbstzuges beisammen bleiben. Fütterungen stellte ich noch bis zu 6 Tagen nach Verlassen des Nestes fest. Später kann man Drohverhalten beim Altvogel bemerken; z.B. beobachtete ich 5 Wochen nach dem Ausfliegen, wie ein aufdringliches Junges vom Weibchen mit aufgesperrtem Schnabel abgewiesen wurde. In einem Fall (1994, s.o.) übernahm das Männchen offenbar die Führung der ausgewachsenen Jungen der ersten Brut, während das Weibchen die zweite Brut erfolgreich aufzog. Fütterungen seitens des Männchens konnten nicht festgestellt werden. Es ist anzunehmen, dass später im August eine Vereinigung der beiden Gesperre erfolgte.
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Short summary The subject of the preceding websites is the brooding biology of the penduline tit (Remiz pendulinus), which has been found in the area of the Upper Tollense since 1964. Seasonal courses, development of populations, mating behaviour, nestbuilding, brooding, breeding of young birds and life beyond the brooding time are demonstrated in wording and pictures.
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