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Die Beutelmeisen hielten sich vorwiegend in den mittleren und unteren Regionen des Schilfs auf und waren im Gewirr der Halme schwer zu finden. Doch ich konnte mich ihnen, indem ich mich an ihren leisen Rufen orientierte, schliesslich bis auf etwa 6 m Entfernung nähern. Offenbar befanden sie sich, angeregt durch das schöne windstille Wetter, bereits in Paarungsstimmung, brachten einige leise Gesangsstrophen und die später am Nest oft von den Partnern geäusserten, intim plaudernden Rufe, die wie “tütütü” klingen. Wie das linke Bild zeigt, waren manche Vögel zu zweit bei der Nahrungssuche. Möglicherweise könnten diese bereits miteinander verpaart gewesen sein. Offenbar sind Schilfsamen als Nahrung weniger begehrt; denn die Vögel untersuchten nicht die Rispen, sondern nur die Halme, vor allem abgebrochene. Genauer betrachtet, wiesen viele Halme (auch von Großseggen) kleine Löcher in ihrer Wandung auf. In den inneren Hohlräumen findet man überwinternde Insekten (z.B. Chrysomeliden und andere kleine Käfer, Fliegen, Larven und -puppen in Kokons), sowie Spinnen. Wahrscheinlich reißen nahrungssuchende Beutelmeisen bereits vorhandene Öffnungen weiter auf (Fraßstellen der Insekten oder die von anderen Meisenarten, z.B. Blaumeisen, aufgemeißelten Löcher), um an ihre Insekten/Spinnennahrung zu gelangen. Desgleichen werden trockene Blattscheiden von ihnen abgerissen. Spuren im Schnee und feine Späne (Fotos unten)zeugen von ihrer Tätigkeit.
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