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Lautäußerungen

Seit Erscheinen von FRANKE´s Buch “Ziih - die Beutelmeise” (1938) ist gewissermaßen eine gedankliche Assoziation zwischen Artnamen und Ruf vonstatten gegangen.
Vielen Vogelfreunden ist der typische “Ziih”-Ruf der Beutelmeise bekannt, doch nur wenige wissen, dass die Art über ein ähnlich großes “Repertoire” an Lautäußerungen verfügt, wie die Vertreter der “echten Meisen”. Allerdings werden die meisten Rufe bei weitem nicht so lautstark vorgetragen, wie es beispielsweise bei der Kohlmeise der Fall ist.
Nachfolgend stelle ich einige Rufe bzw. Gesangsmotive eines unverpaarten Männchens vor, die ich vor Jahren mittels Tonbandgerät und Mikrofon aufgenommen habe. Um eine möglichst gute Aufzeichnungsqualität zu erreichen, wurde das Mikrofon dicht neben dem Henkelkorbnest an einem Zweig befestigt. 

Hier hören Sie 16 verschiedene Motive, die dem Original entnommen und künstlich aneinandergereiht wurden.
(Quick-Time-Player.
Bitte volle Lautstärke wählen.
Ggf. auch Systemlautstärke erhöhen.

Die obige Zusammenstellung beinhaltet folgende Rufe und Gesangselemente:
 1. “ziih” (üblicher Ruf)
 2. “ziiüh” (Ruf-Ende gedehnt)
 3. “zi” (kurz)
 4. “ziiih” (stark gedehnt)
 5. “zI ziih” (Doppelruf)
 6. “zii jü” (anfangsbetont, Ende gedehnt)
 7. ”zii jü zü”(ähnlich 6, doch dreisilbig)
 8. “ziühiis” (gedehnt, endbetont, mit etwas rauh “schleifendem” Ende)
 9. “zii wü ti” (auch “zii rü i”, dreisilbig, mit betontem klangvollem Schlußton)
10. “requiz” (zweisilbig, endbetont, ähnlich dem “quirligen” Stieglitzruf)
11. “zi zii zii ziih” (Rufreihe aus 4 Einzelrufen, sich am Ende steigernd, vornehmlich bei Erregung geäußert)
12.”tüf tüf tüf” (Rufreihe aus 2 - 4 “gedämpft” klingenden Einzelrufen, erinnert an Grünling, doch viel leiser)
13. “djü djü djü” (Rufreihe aus mehreren Einzelrufen, härter klingend als das am Nest häufig geäußerte “tütütü” der Partner)
14. “dip dip dip dip” (“Klapperstrophe” aus meist 5 Einzelrufen)
15. “twit twit twit twit” (“Klapperstrophe”, doch Rufe schneller gereiht als bei 14)
16. “drrr...” (langgezogener Triller, erinnert an Haubenmeise; längster Beutelmeisen-Einzelruf)

Allerdings sind dies bei weitem nicht sämtliche stimmlichen Äußerungen der Beutelmeise!
Weitere wurden in den letzten Jahren, ganz “nebenbei”, mittels Camcorder, aufgenommen und “demuxt” (Trennung von Bild und Ton mittels eines speziellen Computerprogramms, sowie anschließende separate Speicherung der Tondatei). Diese 10 Rufe werden unten vorgestellt.

Die Klangdatei enthält folgende Rufe und Gesangselemente, bzw. Rufe:
 17. ”reziä”
 18. ”reziä däsquiät”
 19. “ziih däsquiät”
 20. “ziwis ziwit” (“gequetscht” klingend)
 21. “witink witink witink”
 22. “zii je” (Ruf des Männchens, als es das vom Weibchen verteidigte Nest verlässt)
 23. “ti djeb djeb djeb” (“zeterndes” Weibchen, vor und während der Vertreibung des Männchens vom Nest)
 24. “ü wi jü” (dreisilbig, die Betonung liegt auf der mittleren Silbe)
 25. “zjü zjü...”
 26. “ziih” (Ruf eines ledigen Männchens an seinem Henkelkorbnest)

Hinweis: Die Rufe Nr. 22 und 23 wurden in der auf der Seite “Verhalten am Nistplatz” beschriebenen Situation geäußert (siehe dazu die Animation “Vertreibung des Männchens” am Ende der genannten Seite).

      Klangspektrogramme (Rufe Nr. 1 - 16; s.o.)

.     Ziih (1 Typ1)Ziiüh (1 Typ2)zi (1 Typ3)ziiih (1 Typ4)zi ziih (1 Typ5)zii (j)ü (2 Typ1)zii (j)ü zü (2 Typ2)

     ziühiis (3)zii wü ti (4)requiz (5)zi zii zii ziii (6)tüf tüf tüf (7)

.    djü djü djü (8)dip dip dip (9)twit twit twit (10)drrr (11)

.

 

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