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Im Mittelpunkt meines Interesses steht seit langem eine Vogelart, die in den 60er Jahren in Mecklenburg- Vorpommern aus östlichen Gebieten eingewandert ist und wegen ihres geradezu exotisch anmutenden Nestes nicht nur das Interesse der Vogelkundler, sondern auch breiterer Bevölkerungskreise erregt hat. Gemeint ist die Beutelmeise, Remiz pendulinus (L.), eine kleine meisenartige Vogelart mit spitzem Schnabel und apartem Aussehen (s. nebenstehendes Foto).
Möglicherweise sind Ihnen, etwa bei einem herbstlichen Spaziergang an einem See- oder Flussufer, wenn das Laub schon weitgehend abgefallen war, wundersame rundliche Gebilde in den kahlen Baumästen aufgefallen. Es dürfte sich dabei um die Übrigbleibsel eines wahrhaft kunstvollen tierischen Bauwerks handeln, eines Beutelmeisennestes.
Nebenan sehen Sie ein solches Nest, in “frischem” Zustand. Ein Vogel schaut gerade heraus. Es handelt sich übrigens um das allererste, Anfang Mai 1964 von mir am Malliner See gefundene Nest. Es hing in einer Grauerle.
Das Beutelmeisennest ähnelt in seiner äußeren Form einer Retorte, d.h. es ist allseitig geschlossen und mit einer Röhre versehen, die als Ein- und Ausgang dient. Stets pendelt es, frei hängend, an einem dünnen Zweig, der straff mit Bastfäden umwickelt ist, die als Befestigung des Nestes dienen. Die Form des Nestes verhalf der Beutelmeise zu ihrem Namen.
In Zukunft werde ich des öfteren von diesem Vogel, der auch “Pendolino” heißen könnte, auf meiner Website berichten.
Viele Vorgänge, die sich rund um sein Nest abspielen, sind bis dato ungeklärt geblieben. Der kleine Vogel zeigt dem Menschen immer wieder eine “lange Nase” und hat es verstanden, seine Geheimnisse weitestgehend zu wahren, und dies sogar trotz massenweiser Farbberingung in einigen Brutgebieten Deutschlands und Österreichs!
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